Bewegung & körperliche Aktivität
Ob du nach Bewegung erschöpft zusammenbrichst oder merkst, dass zu wenig Aktivität dich steifer und müder macht — Bewegung bei Autoimmunerkrankungen ist eine Frage der Dosierung. Hier findest du, was dahintersteckt und wo du ansetzen kannst.
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Warum Bewegung bei Autoimmunerkrankungen so komplex ist
Bewegung ist eines der wenigen Mittel, das sowohl Entzündung dämpfen als auch die Immunregulation verbessern kann — aber nur in der richtigen Dosis. Bei Autoimmunerkrankungen ist diese Schwelle individuell und oft tagesabhängig: Was gestern gut vertragen wurde, kann heute zu einer mehrtägigen Erschöpfung führen.
Das Phänomen der Post-Exertional Malaise (PEM) — eine überproportionale Verschlechterung nach körperlicher oder geistiger Belastung — ist bei verschiedenen Autoimmunerkrankungen dokumentiert und wird von Betroffenen oft als das herausforderndste Symptom beschrieben. Es erklärt, warum Standardempfehlungen für Sport und Fitness häufig nicht passen.
Gleichzeitig ist Immobilität kein sicherer Hafen: Muskelabbau verschlechtert die Insulinsensitivität, belastet Gelenke stärker und erhöht systemische Entzündungsmarker. Der Schlüssel liegt in der Belastungssteuerung — nicht im Verzicht auf Bewegung, sondern in der Anpassung an das, was der Körper gerade leisten kann.